Lohnfortzahlung bei Krankheit erkämpft! #geldher

Gemeinsam mit einem unserer Mitglieder haben wir in einer Physiotherapie-Praxis rund 350 Euro Lohnfortzahlung im Krankheitsfall erkämpft. Die Genossin hatte mit dem Chef vereinbart, nicht genommenen Urlaub sowie Überstunden abzufeiern. Als sie in dieser Zeit krank wurde, wollte der Chef die Krankschreibung nicht akzeptieren.

Grundsätzlich gilt aber: Wer im Urlaub krank wird, erholt sich von der Krankheit und nicht von der Arbeit. Darum zählen Tage, die man krankgeschrieben ist, nicht als genommener Urlaub und können später nachgeholt werden. Stattdessen hat man Anspruch auf Lohnfortzahlung.

Du hast ähnliche Probleme? Dann melde dich bei uns unter faugoe-beratung@fau.org und wir arbeiten gemeinsam an einer Lösung! Nicht gezahlten Lohn, Urlaubsentgelt oder ähnliches nachzufordern ist in vielen Fällen sogar bis zu drei Jahre nach Vertragsende noch möglich.

Die Preise müssen runter! Wir zahlen nicht für eure Krise!

Kommt am Montag den 15.08.2022 um 18 Uhr mit uns auf die Straße zum Protest gegen die steigenden Preise. Die Kundgebung findet vor dem Neuen Rathaus statt.

Seit einigen Monaten steigen die Lebenshaltungskosten in ganz Deutschland immer weiter. Die Last der doppelten Krise aus Pandemie und Krieg wird so auf den Schultern des ärmeren Teils der Bevölkerung abgewälzt. Dagegen regt sich nun Widerstand. Am kommenden Montag findet eine Protestkundgebung auf dem Vorplatz des Göttinger Rathauses statt, bei dem sich die Menschen gegen die systematische Ungerechtigkeit zusammentun wollen.

Not für viele, Geschenke für ein paar wenige – Politik der Ungleichheit

Während die größten deutschen Konzerne mehr Geld als je zuvor an ihre Aktionär*innen ausschütten. Während RWE, Shell, BP und Exxon Mobile dieses Jahr Rekordgewinne einfahren, wissen viele nicht, ob sie im Winter die Miete oder am Ende des Monats den Einkauf noch zahlen können. Derweil wird eine Politik durchgesetzt, die an den Interessen der meisten Menschen vorbeigeht: Mit dem 9€ Ticket wird eine Maßnahme gestrichen, die spürbar geholfen hat und es werden zeitgleich 100 Milliarden Euro in die militärische Aufrüstung gesteckt. Mit der Gasumlage sollen die Zusatzkosten komplett von den Konzernen auf die Verbrauchenden umgelegt werden. Währenddessen fordern Arbeitgeberverbände die flächendeckende Verlängerungen von Arbeitszeiten.

Es droht die Gefahr der Vereinnahmung von rechts

Von AfD bis zum Querdenken-Spektrum werden die Preissteigerungen thematisiert. Dass Rechte versuchen soziale Themen für Ihre Zwecke zu missbrauchen, passiert immer wieder. Dabei spielen Verschwörungstheorien eine zentrale Rolle, die einzelne Bevölkerungsgruppen für die Krise verantwortlich machen. Davon distanzieren sich die Initiator*innen der Kundgebung deutlich: „Die Ungerechtigkeiten sind nicht geheim: Dass der ärmere Teil der Bevölkerung die Krise bezahlen muss, ist keine Verschwörung, sondern eine Folge des kapitalistischen Wirtschaftssystems und der Machtverhältnisse. Wir wollen uns zusammentun und gegen die systemischen Ungerechtigkeiten ankämpfen. Auf unserer Kundgebung wird es keinen Platz für Antisemitismus, Nationalismus, oder Putinfans geben!“

Heißer Herbst trotz kaltem Winter

Die Kundgebung soll ein Ort sein für alle, die unter den hohen Preisen leiden. Hier können sie sich zusammen tun. Gemeinsam wollen wir in den Austausch darüber kommen, wie sich gegen einen besonders kalten Winter zu schützen ist und wie man der verantwortlichen herrschenden Klasse einen heißen Herbst bescheren kann.

Buchvorstellung und Diskussion: Antirassismus und Gewerkschaften in den USA – früher und heute

Der Historiker Peter Cole stellt das Buch „Ben Fletcher: The Life and Times of a Black Wobbly“ in Göttingen vor und spricht über aktuelle Entwicklungen in der Arbeiter:innenbewegung in den USA.

Wann? Donnerstag 07.07. um 19 Uhr
Wo? Obere-Masch-Str. 10, 37073 Göttingen

Anfang des 20. Jahrhunderts, als viele US-amerikanische Gewerkschaften Schwarze und Asiatische Arbeiter:innen ausschlossen, hieß die Basisgewerkschaft Industrial Workers of the World (IWW) diese herzlich willkommen – ganz im Sinne ihrer Betonung der Klassensolidarität und ihres Mottos: „Ein Angriff auf Einzelne ist ein Angriff auf uns alle!“

Benjamin Fletcher (1890-1949), ein brillanter Organizer und humorvoller Redner, war ein enorm wichtiges Mitglied der IWW. Fletcher half bei der Gründung und Leitung der Ortsgruppe 8 der IWW Schiffsarbeiter:innen Gewerkschaft, der zweifellos mächtigsten antirassistischen Gewerkschaft ihrer Zeit, die sich grundsätzlich gegen alle Formen von Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung wandte.

Der Kampf gegen Rassismus dauert bis heute an, was zuletzt die von den USA ausgehenden weltweiten Black Lives Matter Proteste demonstrierten. Gleichzeitig hat sich in den USA eine kämpferische Gewerkschaftsbewegung entwickelt und bei aktuellen Arbeitskämpfen wie beispielsweise denen der Amazon Labour Union (ALU) nehmen Schwarze Arbeiter:innen führende Rollen ein. Im Rahmen der Veranstaltung wird auch auf diese aktuellen Entwicklungen eingegangen.

Im Anschluss an den Vortrag wollen wir diskutieren, was sich aus den historischen und aktuellen Erfahrungen aus den USA für antirassistische Kämpfe und Arbeitskämpfe hierzulande lernen lässt.

Der Vortrag findet auf Englisch statt, Übersetzung kann falls nötig spontan vor Ort organisiert werden. Die Veranstaltung wird von der  FAU Göttingen und der Redaktion der Zeitschrift Sozial.Geschichte Online organisiert.

Peter Cole ist Professor für Geschichte an der Western Illinois University in Macomb. Er hat viel zu Gewerkschaften geforscht und ist aktives Mitglied der Gewerkschaft American Federation of Teachers.

Zwecks Schutz vor Corona bitte getestet kommen. Wir haben notfalls auch einige Schnelltests vor Ort.

IWW: iww.org/de/
Sozial.Geschichte Online: sozialgeschichte-online.org/

Soziales Zentrum statt Gentrifizierung durch Privatinvestor!

In der Nachbarschaft zu unserem FAU-Lokal wollen Menschen in dem seit langer Zeit leerstehenden, alten JVA Gebäude in der Göttinger Innenstadt ein Soziales Zentrum entstehen lassen. Geplant sind unter anderem ein solidarisches Gesundheitszentrum, Angebote für Kinder und Jugendliche, ein selbstorganisiertes Café und vieles mehr. Die Stadtverwaltung plant aber, das Gebäude an einen Investor zu verscherbeln.

Unterstützt die Petition: https://www.openpetition.de/petition/online/soziales-zentrum-statt-gentrifizierung-durch-privatinvestor-alte-jva-goettingen-2

Weitere Infos hier: https://sozialeszentrum.de

Wanderung im Stadtwald mit Vortrag über Neonazi-Umtriebe im Göttinger Umland

Die Schwarz-Roten Luchse (Freizeit-AG der FAU Göttingen) und das Antifaschistische Bildungszentrum und Archiv Göttingen (ABAG) laden am Samstag den 28.05. ab 10:45 Uhr zu einer Wanderung im Göttinger Stadtwald ein.

Unterwegs kommen wir an Orten vorbei, die mit lokaler Neonazi-Geschichte verbunden sind – dazu wird es einen Kurzvortrag vom ABAG geben. Außerdem werden wir uns Zeit nehmen für einen Moment des Gedenkens an Alex Selchow, der 1991 in Rosdorf von Nazis ermordet wurde. Trotz des düsteren geschichtlichen Hintergrunds, an den wir uns erinnern werden, soll es auch eine schöne Wanderung werden – wir kommen zusammen zum Erinnern, aber auch um eine gute Zeit miteinander zu haben.

Wir wandern vom Kehr, über Mackenröder Spitze, Kerstlingeröder Feld und zurück zum Kehr. Bringt bitte geeignete Schuhe, Snacks für gemeinsame Pausen und Wasser mit. Der Weg ist 13km lang mit leichten Steigungen, zwischendurch gibt es Pausen mit Picknick. Es gibt auch ein alternatives Ende, falls Menschen nicht den ganzen Weg laufen wollen und zwar in Mackenrode Landolfshausen (Busanbindung).

Treffpunkt ist um 10:45 Uhr an der Obere-Masch-Straße 10 zur Anfahrt mit dem Bus. Kosten für das Busticket hin und zurück sind 4,80€ und können bei Bedarf solidarisch gedeckt werden. Meldet euch vorher einfach kurz bei uns.

Bitte kommt geimpft, genesen oder getestet. Während der Wanderung achten wir auf ein verantwortungsvolles Miteinander. Wir freuen uns auf euch!

Website vom ABAG: https://antifaschistisches-archiv.org/

Heraus zum 1. Mai!

Wir rufen auf zum feministischen und antikapitalistischen Block unter dem Motto „Care Revolution statt militaristischer Zeitenwende!“ auf der gemeinsamen Demo am 1. Mai. Zusammen mit dem Bündnis All Care Workers Unite fordern wir: 100 Milliarden Euro Soforthilfe für Kitas, Gesundheit und Pflege statt für Aufrüstung.

Die Demo startet um 10:30 am Platz der Synagoge. Im Anschluss gibt es Infotische, Essen, Trinken und Feiern vor dem Roten Zentrum in der Lange-Geismar-Straße 2.

Schwarz-Roter Wandertag im Stadtwald

Die Schwarz-Roten Luchse, die Freizeit-AG der FAU Göttingen, laden am Samstag den 30.04. ab 11:00 Uhr zu einer Wanderung im Stadtwald Göttingen ein.

Wir wandern vom Tiergehege am Kehr, über Gutshofruine, Streuobstwiese und Bismarckturm. Bringt bitte geeignete Schuhe, Snacks für gemeinsame Pausen, Wasser und evtl. eine Sitzunterlage mit. Der Weg ist 13km lang mit leichten Steigungen, zwischendurch gibt es Pausen mit Picknick. Es gibt auch eine Abkürzung, falls Menschen nicht den ganzen Weg laufen wollen.

Treffpunkt ist um 11:00 Uhr an der Bushaltestelle Göttingen Markt zur Anfahrt mit dem Bus. Alternativer Einstieg ist um 11.30 Am Kehr an der Bushaltestelle Grete-Henry-Str. Kosten für das Busticket hin und zurück sind 4,80€ und können bei Bedarf solidarisch gedeckt werden. Meldet euch vorher einfach kurz bei uns.

Bitte kommt geimpft, genesen oder getestet. Während der Wanderung achten wir auf ein verantwortungsvolles Miteinander. Wir freuen uns auf euch!

Schwarz-Rote Radtour

Die Schwarz-Roten Luchse, die Freizeit-AG der FAU Göttingen, laden am 26.03. um 11:00 Uhr zu einer Radtour ein!

Wir wollen gemeinsam vom Kiessee aus losfahren. Die Strecke ist rund 20km lang und führt durch Felder und Natur. Es geht vom Parkplatz 3 zwischen Kiessee und Leine Richtung Niedernjesa und dann weiter wieder Richtung Stadt.

Ihr müsst nicht super sportlich sein, um teilzunehmen. Wir können jederzeit nach Bedarf Pausen einlegen, außerdem ist ein Picknick geplant. Für das Picknick könnt ihr gerne Snacks mitbringen, nach Möglichkeit vegan/glutenfrei.

Bitte kommt geimpft, genesen oder getestet. Bei der Radtour achten wir auf ein verantwortungsvolles Miteinander. Für Fragen erreicht ihr uns unter srl@faugoe.org

Wir freuen uns auf euch!

Für einen kämpferischen Feminismus!

Zum diesjährigen feministischen Kampftag am 8. März haben wir uns an der Mittagskundgebung und der Demonstration in Göttingen beteiligt. Unseren Redebeitrag findet ihr hier zum Nachlesen:

„Zuerst einmal: Solidarität mit den Streikenden! [Anmerkung: Am 08.03. haben die Beschäftigten des Sozial- & Erziehungsdienstes gestreikt] Wir wünschen euch viel Kraft in eurem Kampf!

Verzeiht mir die Direktheit, aber wir müssen mal ehrlich sein: Es reicht!

Schon so lange müssen wir mit der Ausbeutung und Unterdrückung leben, die dieses System uns jeden Tag erneut aufzwingt. Schon so lange müssen wir, wie unsere Vorgänger:innen gegen dieses System kämpfen. Schon so viele haben ihre Freiheit und ihr Leben geben müssen für diesen Kampf. Wir sagen: Es reicht!

Täglich werden wir auf unser Geschlecht und unser Äußeres reduziert. Täglich werden wir als Objekte behandelt – egal ob zur Befriedigung männlicher Lust, uninformierter Neugier oder kapitalistischer Profitmaximierung.Täglich werden wir von Menschen zu Dingen gemacht. Wir sagen: Es reicht!

Seit so langer Zeit sollen wir uns um Kinder und Haushalt kümmern. Seit so langer Zeit sollen wir immer nur freundlich und hilfsbereit sein. Seit so langer Zeit sollen wir uns immer nur um alle kümmern und bloß nicht ausreißen. Bloß nicht anders als erwünscht sein.Wir sagen: Es reicht!Immer sollen wir schön lieb und leise sein. Immer schön den Mund halten. Immer bloß nichts hinterfragen oder gar kritisieren. Wir sagen: Es reicht!

Seit Jahrhunderten laufen Kapitalismus und Patriarchat Hand in Hand – auf unserem Rücken. Wir sollen unbezahlt oder für wenig Geld arbeiten, damit diejenigen, die ohnehin so viel haben, noch mehr Vermögen anhäufen.Wir sollen nur das brave Rädchen in der großen Maschine sein. Und weil wir vielen kleinen Rädchen ja bemerken könnten, dass wir gemeinsam diese ganze elende Maschine einfach stoppen könnten, werden wir eingeteilt und aufeinander gehetzt.

Unseren Brüdern sagen sie – mal offener, mal subtiler – „du hast zwar nichts und musst den ganzen Tag schuften. Aber wenigstens kannst du dich zuhause wie ein König fühlen“. Und wir sollen dann neben der ganzen Lohnarbeit auch noch unsere eigene Arbeitskraft und die all der cis Männer in unserem Leben wiederherstellen. Sollen ihnen ihre wenige Freizeit so angenehm wie möglich machen – als wären wir nicht auch Menschen! So werden wir gegeneinander ausgespielt und es wird uns allen, auch unseren Brüdern, die Perspektive auf eine wirkliche Befreiung genommen.

Und wir sind hier in Deutschland ja sogar noch die Glücklicheren. Denn im Globalen Süden werden unsere Geschwister nicht ’nur‘ ausgebeutet, sondern es werden auch Kriege gestartet, ganze Landstriche verwüstet, Kinder versklavt, das Wasser mit industriellem Abfall vergiftet, und so viel schreckliches mehr um die Profite von Großunternehmen zu sichern. Kurzum, das Land und viele unserer Geschwister werden vergewaltigt, gefoltert und ermordet.

Aber wir müssen auch gar nicht in den globalen Süden schauen, zu den grausamsten Exzessen den Kapitalismus. Auch hier, im ach so schönen, westlichen, freien, demokratischen Deutschland werden jedes Jahr über 100 Frauen von ihrem Partner oder Expartner ermordet. Auch hier lebt mehr als ein Fünftel aller Kinder in Armut, das sind fast 3 Millionen. Auch hier müssen sich Frauen, insbesondere trans Frauen, prostituieren, um zu überleben. Auch hier leben Menschen ohne Obdach auf der Straße. Auch hier schaut die Polizei nur zu, wenn Menschen of Color ermordet werden – wenn sie nicht gleich selber die Täter sind. Auch hier wird trans Menschen der Zugang zu medizinischer Versorgung verwehrt. Auch hier werden Menschen mit Behinderung rechtlich quasi zur Armut verpflichtet. Auch hier leben Menschen mit Hunger, ohne Zugang zu Medikamenten, in Armut und mit all den anderen Formen von Gewalt.

Denn wir müssen das nochmal so deutlich sagen: Jeder Person, die Hunger leidet, wird Gewalt angetan. Jeder Person, die keinen Zugang zu Medikamenten hat, wird Gewalt angetan. Jeder Person, die kein eigenes Obdach hat, wird Gewalt angetan. Jeder Person, die eine Beziehung nicht verlassen kann, weil sie von ihrem Partner finanziell abhängig ist, wird Gewalt angetan. Jede Person, die ihr Geschlecht oder ihre Sexualität aus Angst um ihr Leib und Leben verstecken muss, wird Gewalt angetan. Und jeder Person, die nicht weiß, nicht deutsch, nicht cis, nicht hetero und nicht männlich ist, wird in dieser Gesellschaft aus diesem Grund Gewalt angetan.

Um es kurz zu machen: Jeder Person, die ihre Arbeitskraft oder ihren Körper verkaufen muss, um überleben zu können – und das sind wir fast alle – wird Gewalt angetan. Der Unterschied liegt nur in der Art und dem Ausmaß der Gewalt. Und viel zu viele von uns, bezahlen die Rechnung der Reichen jedes Jahr mit ihrem Leben.

Doch was nun? Das klingt ja alles ziemlich bedrückend – um es nett zu formulieren. Aber was können wir schon tun? Nun, wir können – und wir müssen! – dieses sexistische, rassistische, ausbeuterische und mörderische System stürzen!

Das mag jetzt total unrealistisch und radikal klingen. Aber seinen wir mal ehrlich: Seit Jahrhunderten kämpfen unsere Vorfahr:innen für eine bessere Gesellschaft und ein besseres Leben. Gegen dieses System, dass jedes Jahr unzählige Menschen ermordet und noch mehr von uns in Unfreiheit und Ausbeutung gefangen hält.Und wir haben um Veränderung gebeten. Haben nett gefragt. Haben Petitionen geschrieben. Haben gewählt. Wir haben demonstriert. Haben Reden gehalten und Bücher geschrieben. Haben diskutiert und philosophiert. Aber an den Eigentumsverhältnissen geändert hat sich nichts.

Die Zeit ist um! Wir können nicht länger zusehen, wie der Planet zermahlen wird und wir alle mit ihm.

Doch was können wir tun? Natürlich haben wir keine perfekte Antwort, aber bei einer Sache sind wir uns sicher. Was wir brauchen ist Organisation. Wir müssen mehr werden, viele werden. Wir müssen uns unserer eigenen Macht bewusst werden und sie für unser aller Befreiung nutzen. Nur organisiert können wir die Aktionen durchführen, die wir brauchen – egal ob politische Streiks, Blockaden, gesellschaftliche Selbstversorgung oder was auch immer. Darum: organisiert euch und organisiert andere!

Wir freuen uns, wenn ihr zu uns – der Freien Arbeiter*innen-Union – kommt und mit uns am Arbeitsplatz und darüber hinaus gegen Ausbeutung und Unterdrückung kämpft. Aber wenn euch Gewerkschaft – oder zumindest unsere – nicht liegt, dann organisiert euch woanders! Das ist kein Teamsport, sondern unsere historische Verantwortung!

Schaut, wo ihr im Leben steht; schaut, was euch bewegt; und schließt euch mit anderen zusammen! Nur wenn wir alle nach unseren Möglichkeiten kämpfen, haben wir eine Chance. Aber wenn wir kämpfen, dann haben haben wir so viel zu gewinnen.

In dem Sinne: Für einen kämpferischen Feministischen Kampftag! Für ein kämpferisches feministisches Jahr! Für eine kämpferische feministische Welt!

Für die Freiheit! Für den Feminismus! Hoch die internationale Solidarität!“

Schwarz-Roter Wandertag im Stadtwald

Die Schwarz-Roten Luchse, die Freizeit-AG der FAU Göttingen, laden am Samstag den 26.02. ab 11:00 Uhr zu einer Wanderung im Stadtwald Göttingen ein.

Wir wollen gemeinsam auf dem DAV-„Waldwiesenweg“ wandern. Dort gibt es neben dem schönen Wald die Wüstung Omborn, die Seckbornquelle und Meeresboden mit versteinerten Wellen zu bestaunen. Der Weg ist knapp 9km lang und hat immer mal leichte Steigungen. Die Wanderung wird knapp 3 Stunden dauern, zwischendurch gibt es Pausen. Bringt gerne Snacks und Musik (Playlist) mit!

Treffpunkt ist um 11:00 Uhr an der Ecke Jüdenstraße/Rote Straße zur Anfahrt mit dem Bus nach Herberhausen. Alternativ können Leute am Ausgangspunkt in Herberhausen auf uns warten. Dort kommen wir gegen 11:30 an.

Kosten für das Busticket hin und zurück sind 4,80€ und können bei Bedarf solidarisch gedeckt werden. Meldet euch vorher einfach kurz bei uns. Ihr erreicht uns unter srl@fau.org

Bitte kommt geimpft, genesen oder getestet. Während der Wanderung achten wir auf ein verantwortungsvolles Miteinander. Wir freuen uns auf euch!

Solidarität mit unseren kurdischen Genoss*innen!

Wir haben am 02.02. an der Spontan-Demonstration in Göttingen gegen die erneuten Angriffe des türkischen Staates auf die Revolution in Kurdistan teilgenommen und uns auch mit einem Redebeitrag beteiligt. Hier zum Nachlesen:

„Die Angriffe des türkischen Staates auf die Revolution in Kurdistan sind ein Teil des weltweiten Angriffs auf revolutionäre Strukturen und auf unsere Klasse als Ganzes. Unsere Gedanken sind bei den Genoss*innen, die ihr Leben bei der Verteidigung Hesekês gegen den Islamischen Staat (IS) und bei den Angriffen des türkischen Staates verloren haben. Ihr Kampf ist eine Aufforderung an uns alle, die Revolution zu verteidigen und besonders die Rolle des deutschen Staates in den Angriffen auf unsere Genoss*innen anzuklagen und anzugreifen.

Es stellt sich vielleicht die Frage, was eine deutsche Gewerkschaft oder die deutschen Lohnabhängigen mit den Kämpfen in Kurdistan zu tun haben. Dazu sagen wir:
1. Die Befreiung der Menschheit ist ein weltweites Projekt. Jeder Angriff auf eine revolutionäre Bewegung ist ein Angriff auf uns alle. Aber jeder Gewinn, wie die Revolution in Kurdistan einer ist, ist auch ein Gewinn für uns alle. Es zeigt, dass eine andere, eine bessere Welt möglich ist. Wir Lohnabhängigen haben keine gemeinsamen Interessen mit den Staaten, nur mit unserer Klasse – weltweit.
2. Der deutsche Staat hat eine lange Geschichte der Kriminalisierung von revolutionären Bewegungen. Das Verbot der PKK ist ein Beispiel dafür, wie der Versuch, eine gerechtere Welt aufzubauen, immer wieder kriminalisiert wird. Wegen ihrer Stärke und dem Rassismus des deutschen Staates trifft es im Moment vor allem die PKK und alle, die ihr auch nur irgendwie nahestehen. Aber das Verbot ist auch eine Warnung an alle anderen Bewegungen, wie der deutsche Staat auf Bedrohungen oder Infragestellung reagiert.
3. Die Waffen, mit denen unsere Genoss*innen angegriffen werden – sowohl von der Türkei als auch dem IS – sind zum Teil deutsche Waffen. Der deutsche Staat steht Schulter an Schulter mit seinem mörderischen türkischen Bruder und mit dem faschistischen IS. Es sind Waffen aus Deutschland, teilweise sogar hier aus der Region, die unsere Genoss:innen in Kurdistan töten. Also ist es auch unsere Aufgabe, diese Morde schon hier an der Wurzel anzugreifen.

Darum sagen wir: Hoch die internationale Solidarität! Weg mit dem Verbot der PKK! Nieder mit den mörderischen deutschen und türkischen Staaten! Für die Befreiung aller!

Es lebe die Freiheit! Bijî azadî!“